Samstag, 18. November 2006

Nachdenklich - Meditativ

Liebend

Erzaehl mir,
was
ich dir erzaehle,
damit ich erfahre,
wer ich bin.


Iubind

Povesteste-mi
ce
iti povestesc,
ca s
a aflu
cine sunt.




Dieses kurze Gedicht fand ich gestern beim Herumstoebern in den Buechern meiner Tante (bin naemlich uebers Wochenende in Medias, bei meiner family hier) und es hat mir auf Anhieb gefallen.
Jetzt mal abgesehen vom Titel, der das Ganze in eine bestimmte Richtung lenkt: Habt ihr nicht auch manchmal das komische Gefuehl, nicht zu wissen, wer ihr seid? Kommt es nicht vor, dass ihr vor dem Spiegel steht, und euch ein Fremder/eine Fremde daraus ansieht? Habt ihr schon mal versucht, herauszufinden wer ihr wirklich seid, was euch treibt und what makes you tick und seid daran gescheitert?
Dann koennt ihr vielleicht nachvollziehen, warum mich diese Zeilen angesprochen haben.


Aber da gibt es noch ein paar Zeilen ueber dieses Gefuehl und diese scheinen mir die Loesung des Problems zu sein:


Herr, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch.
Ob ich sitze oder stehe - du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke.
Ob ich gehe oder liege - du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut.
Schon bevor ich rede, weißt du, was ich sagen will.
Von allen Seiten umgibst du mich und haeltst deine schuetzende Hand ueber mir.
Daß du mich so genau kennst - unbegreiflich ist das, zu hoch, ein unergruendliches Geheimnis! Wie koennte ich mich dir entziehen; wohin koennte ich fliehen, ohne daß du mich siehst?
Stiege ich in den Himmel hinauf - du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen - auch dort bist du!
Eilte ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder versteckte ich mich im aeußersten Westen, wo sie untergeht, dann wuerdest du auch dort mich fuehren und nicht mehr loslassen.
Wuenschte ich mir: «Voellige Dunkelheit soll mich umhuellen, das Licht um mich her soll zur Nacht werden!» - fuer dich ist auch das Dunkel nicht finster; die Nacht scheint so hell wie der Tag und die Finsternis so strahlend wie das Licht.
Du hast mich geschaffen - meinen Koerper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
Herr, ich danke dir dafuer, daß du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast!
Großartig ist alles, was du geschaffen hast - das erkenne ich!

Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.
Als ich gerade erst Form annahm, hast du diesen Embryo schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben - noch bevor einer von ihnen begann!
Deine Gedanken sind zu schwer fuer mich, o Gott, es sind so unfaßbar viele!
Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zaehlen, so kaeme ich doch nie an ein Ende!
(...)
Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, pruefe meine Gedanken und Gefuehle!
Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, dann hol mich zurueck auf den Weg, der zum ewigen Leben fuehrt!
Psalm 139


Wirkt vielleicht auf den ersten Blick erschreckend, oder? So ein Gott, der alles weiss, alles sieht und mich durch und durch kennt...
Fand ich anfangs auch. Jetzt empfinde ich das aber eher als beruhigend. Denn wenn ich nicht weiss, wer ich bin und was ich eigentlich auf dieser Erde tue, wenn ich das ganze Fragen und Suchen Leid bin, dann weiss Er es. Und das gibt mir Frieden. Vor allem weil ich genau weiss, wie sehr ich dazu neige, mir selbst, aber auch anderen, etwas vorzumachen. Da ist es sehr gut, einen unparteiischen Richter zu haben.



In der Hoffnung, nicht zu philosophisch gewesen zu sein, wuensche ich euch ein wunderschoenes Wochenende.



***


Aceasta poezioara am gasit-o ieri cand ma uitam prin cartile matusii mele (sunt la Medias acum, la rudele mele de-aici) si mi-a placut instantaneu.
Lasand la o parte titlul, care-i da un inteles anume poeziei: Nu aveti si voi cateodata ciudatul sentiment de-a nu sti cine sunteti? Nu vi se intampla sa va uitati in oglinda, iar acolo sa va prievasca un/o strain(a)? Ati incercat vreodata sa aflati cine sunteti cu adevarat, what makes you tick si ati esuat in incercarea asta?
Atunci poate puteti intelege de ce mi-au placut aceste randuri.

Dar mai sunt si alte randuri care vorbesc despre acest sentiment, si cred ca ele sunt solutia problemei:

Doamne, Tu mă cercetezi de aproape şi mă cunoşti, ştii când stau jos şi când mă scol, şi de departe îmi pătrunzi gândul.
Ştii când umblu şi când mă culc, şi cunoşti toate căile mele.
Căci nu-mi ajunge cuvântul pe limbă, şi Tu, Doamne, îl şi cunoşti în totul.
Tu mă înconjori pe dinapoi şi pe dinainte, şi-Ţi pui mâna peste mine.
O ştiinţă atât de minunată este mai presus de puterile mele: este prea înaltă ca s-o pot prinde.
Unde mă voi duce departe de Duhul Tău, şi unde voi fugi departe de Faţa Ta?
Dacă mă voi sui în cer, Tu eşti acolo; dacă mă voi culca în locuinţa morţilor, iată-Te şi acolo;
Dacă voi lua aripile zorilor, şi mă voi duce să locuiesc la marginea mării, şi acolo mâna Ta mă va călăuzi, şi dreapta Ta mă va apuca.
Dacă voi zice: „Cel puţin întunericul mă va acoperi, – şi se va face noapte lumina dimprejurul meu!” Iată că nici chiar întunericul nu este întunecos pentru Tine; ci noaptea străluceşte ca ziua, şi întunericul ca lumina.
Tu mi-ai întocmit rărunchii, Tu m-ai ţesut în pântecele mamei mele: Te laud că sunt o făptură aşa de minunată. Minunate sunt lucrările Tale, şi ce bine vede sufletul meu lucrul acesta!
Trupul meu nu era ascuns de Tine, când am fost făcut într-un loc tainic, ţesut în chip ciudat, ca în adâncimile pământului.
Când nu eram decât un plod fără chip, ochii Tăi mă vedeau; şi în cartea Ta erau scrise toate zilele care-mi erau rânduite, mai înainte de a fi fost vreuna din ele.
Cât de nepătrunse mi se par gândurile Tale, Dumnezeule, şi cât de mare este numărul lor!
Dacă le număr, sunt mai multe decât boabele de nisip. Când mă trezesc, sunt tot cu Tine.
(...)
Cercetează-mă, Dumnezeule, şi cunoaşte-mi inima! Încearcă-mă, şi cunoaşte-mi gândurile!
Vezi dacă sunt pe o cale rea, şi du-mă pe calea veşniciei!

Psalmul 139



Pare infricosator la prima vedere, nu? Un Dumnezeu care stie totul, care ma cunoaste in totalitate...
Asa mi s-a parut si mie la inceput. Dar acum lucrul acesta mi se pare mai degraba linistitor. Pentru ca atunci cand eu nu stiu cine sunt si ce caut, de fapt, pe acest pamant, atunci cand m-am saturat de toata cautarea asta si intrebarile pe care mi le pun, atunci El e Cel care stie. Si asta-mi da pace. Mai ales pentru ca stiu foarte bine cat de tare tind inspre a ma minti atat pe mine insami, cat si pe altii. In asemenea situatii e foarte bine sa ai un arbitru impartial.


Va doresc un sfarsit de saptamana minunat, sperand sa nu fi fost prea filosofica.


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

nein, also zu philosophisch ist dein post ganz bestimmt nicht. "von allen seiten umgibst du mich, und hältst deine hand über mir" .. da wurden gerade erinnerungen an mein taufzeugnis wach. schön, dass es immer wieder momente gibt, wenn man an etwas ganz bestimmtes erneut erinnert wird und man neue kraft tanken kann. hm .. jetzt hab ich doch glatt 'nen ohrwurm .. aber nicht das chorlied von gerade eben, sondern einen anderen: "there's gotta be more to life than chasing down every temporary high to satisfy me.." ein sehr beruhigendes gefühl, wenn man weiß, dass man IHN gefunden hat und nie mehr suchen muss. ... "this direction please." in diesem sinne einen schönen tag und ein noch schöneres wochenende. grüße an alle, die diesen blog lesen. m_d_a